Was uns ausmacht

Was uns ausmacht

Interview mit Silvia Staab-Nickel und Frank van Poucke

Was brachte Sie auf die Idee, ein multilinguales und ganzheitliches Bildungskonzept anzubieten?

Staab-Nickel: Ich habe insgesamt siebeneinhalb Jahre in den USA, in New York und New Jersey, gelebt. Meine Tochter ging in Amerika auf eine englisch-armenische Schule und hat dort innerhalb kürzester Zeit Englisch und Armenisch gelernt. Es hat mich sehr inspiriert, wie dort gearbeitet wurde. Als ich wieder nach Deutschland ging, dachte ich, so etwas kann man ja auch hier mit den Sprachen Deutsch und Englisch aufziehen. So habe ich mir dann mein eigenes Konzept erarbeitet und mich mit internationalen Standards auseinander gesetzt. Ausgangsfrage für mich als Mutter war: Was sollen Kinder lernen? Schließlich habe ich mir in Frankfurt passende Räumlichkeiten gesucht um im Januar 2006 ganz klein, zunächst nur mit einem Kind und einer Erzieherin, die FINTOSCH Toddler’s School aufgezogen. Im April 2007 habe ich dann in der Gräfstraße den Kindergarten gegründet und 2012 einen zweiten Standort in der Schumannstraße eröffnet. Hier ist auch im August 2017 die FINTOSCH Multilingual Primary School eingezogen. Nun haben wir Kinderkrippe, Kindergarten und Grundschule unter einem Dach.

Ihr Slogan heißt "FINTOSCH - feels like family". Was bedeutet das konkret?

Staab-Nickel: Wir setzen auf familiäre Nähe, sehen uns als Partner in der Erziehung der Kinder. Dabei verbinden wir ein kindgerechtes und liebevoll gestaltetes Umfeld mit festen Strukturen in einem multikulturellen Miteinander.

Was sind die Besonderheiten der FINTOSCH Multilingual Primary School?

Van Poucke: Zusammengefasst kann man sagen, wir sind multilingual, weltoffen, kindgerecht, positiv-motivierend und achten auf zeitgemäßen Unterricht.

Eine weitere Besonderheit ist, dass wir das erste Schuljahr in zwei Jahre unterteilen. Das erste Jahr, Eingangsstufe 1 ist für die Altersgruppe der Fünf-bis Sechsjährigen vorgesehen, das zweite Jahr, Eingangsstufe 2, für die Sechs-bis Siebenjährigen. Das bedeutet, die Kinder haben noch mal ein Jahr mehr, um sich in spielerischer Weise an das schulische Lernumfeld zu gewöhnen. Außerdem haben sie dadurch mehr Zeit, um beide Sprachen, Englisch und Deutsch, zu lernen.

Staab-Nickel: Zu den Besonderheiten der Grundschule gehören auf jeden Fall unsere flexiblen Öffnungszeiten von 7.45 bis 19.00 Uhr. Auch haben wir insgesamt nur sechs Schließtage im Jahr. Das ist vor allem für berufstätige Eltern entscheidend.

Ein weiterer großer Vorteil unserer Grundschule ist, dass die Eltern und Kinder nach der vierten Klasse frei wählen können: Wechsel ich ins deutsche oder ins internationale Schulsystem? Der Weg ist komplett offen, weil die Kinder nach der vierten Klasse fließend Deutsch und Englisch sprechen. Zudem vereinen wir unterschiedliche, auf den ersten Blick gegensätzliche Bildungsansätze: Neben dem Hessischen Bildungs-und Erziehungsplan wird bei uns das International Primary Curriculum, das IPC umgesetzt.

Welche Rolle spielt der Standort Frankfurt für Sie?

Staab Nickel: Es gibt nicht viele Städte, in denen unser Angebot greifen würde. Für mich gibt es keinen besseren Standort, weil wir hier so viel internationales Publikum haben. Ich persönlich liebe Frankfurt, Frankfurt ist eine tolle Stadt, nicht zu groß und nicht zu klein, Metropole und Dorf in einem.

Van Poucke: Natürlich ist die Internationalität der Stadt für uns sehr wichtig. Heute Morgen hatte ich Besichtigungstermine mit einer indischen, einer spanischen und einer türkischen Familie. Kinder die international aufwachsen, knüpfen in der Regel auch im Ausland schneller Kontakte. Sie kommen mit unterschiedlichen Kulturen, Nationalitäten und Bräuchen in Kontakt und haben keine Berührungsängste. Unsere Kinder sind die Weltbürger von morgen!

FINTOSCH kooperiert auch mit Unternehmen. Was bieten Sie diesen konkret an?

Staab-Nickel: Bei uns können sich die Firmen ein Platzkontingent für die Kinder ihrer Mitarbeiter sichern, ohne dass für sie ein kompliziertes Anmeldeverfahren nötig wäre.

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